Die Vakuumtechnik kommt in vielen, hoch komplexen Arbeitsschritten zur Anwendung, doch auch im Haushalt findet diese Technik in vereinfachten Zügen ihre Verwendung. Ein sehr einfaches Beispiel hierfür ist das Einwecken. Das Grundprinzip des Einweckens ist, einem Glas mit Lebensmitteln, die haltbar gemacht werden sollen, so viel Luft zu entziehen, dass das Glas verschlossen bleibt, und somit Bakterien oder Schimmel keinen Zugriff auf den essbaren Inhalt haben.
Natürlich ist dieser Vorgang bei Weitem unkomplizierter, als in den großen Prozessen, die in produzierenden Betrieben ablaufen. Die Vakuumtechnik, die beim Einwecken zum Tragen kommt, kann jeder ohne eine besondere Ausbildung anwenden. Viele Sachen kann man durch Einwecken, und somit auch durch die Vakuumtechnik, haltbar machen. Obst, wie zum Beispiel Zwetschgen und Pflaumen, Kirschen oder Birnen, aber auch weiterverarbeitetes Obst, wie etwa Apfelkompott eignen sich wunderbar, um es auch außerhalb der Erntezeit genießen zu können.
Die Vakuumtechnik funktioniert hier sehr einfach. Durch das Erwärmen des fest verschlossenen Glases samt Inhalt dehnt sich das im Glas befindliche Einweckgut aus. Zieht es sich beim Erkalten wieder zusammen, entsteht im Glas ein leichtes Vakuum - der Deckel zieht sich nach innen und schon ist das Glas luftdicht verschlossen. Durch die Gummierung im Deckelinneren kann man auf diese Weise das Vakuum herstellen und für einige Jahre haltbar machen. Auch die speziellen Einweckgläser mit den extra Gummis und dem Schnappverschluss funktionieren nicht anders.
Auch bei der selbstgemachten Marmelade ist das Prinzip der Vakuumtechnik in Spuren vorhanden. Die Gläser werden mit der kochenden Marmelade befüllt, dann luftdicht mit den passenden und sauberen Deckeln verschlossen. Erkaltet die Marmelade, entsteht auch hier ein Vakuum, der Deckel sitzt bombenfest, wenn der Gummi am Deckelrand nicht porös ist.
